Viser innlegg med etiketten YFU. Vis alle innlegg
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onsdag 21. mai 2014

Glückwünsche

"Ich will ja nicht frech sein, aber es sah gerade so aus, als ob du dir einen Teebeutel in die Hosentasche gesteckt hättest."  Na fein gemacht, Ravna!

Es ist nie nett, in irgendeiner Form unrechtmäßig beschuldigt zu werden, aber ich frage mich doch auch, ob tatsächlich jemand auf die Idee kommen würde, einen Tee zu bestellen und zu bezahlen und dann heimlich einen zweiten Teebeutel einzustecken.
 Und ich werde nie wieder kuhl die Hände in die Hosentaschen stecken, während ich auf mein Teewasser warte.

Wie auch immer, letzten Samstag ist die norwegische Verfassung 200 Jahre alt geworden. Herzlichen Glückwunsch!







søndag 23. februar 2014

Zimmerblumengießkannenwetter mit Windeinschlag

Es regnet in Bergen. Was nach insgesamt 20 Monaten in der nassesten Ecke Europas nun wirklich keine Überraschung mehr sein dürfte. Mein immer noch stetig präsenter Drang, mit meinen Mitmenschen die unterschiedlichen Stadien von Nieselregen über Bindfäden bis Waagerecht-bei-100-Prozent-Luftfeuchtigkeit und die Häufigkeit ihres Auftretens zu diskutieren, zeigt vielleicht auch nur meine fortschreitende Verwandlung in einen Einheimischen. Denn egal, seit wie vielen Tagen es nun schon wieder Wetter gibt, eine Unterhaltung lässt sich darüber immer noch führen.
Letzten Montag schien beispielsweise vormittags die Sonne, als ich gerade in der Vorlesung über verschiedene Haltungen zum norwegischen Impfprogramm und deren kulturelle Ursachen und Wirkungen saß. Nach einigen langen Wochen voll grauer Wolken und künstlichem Licht war das eine wirkliche Abwechslung – bis der Dozent, dessen Kleidungsstil auf geradezu gruselige Weise dem meines Vaters ähnelt, die Vorhänge vorzog. Als ich nach zwei Stunden Vorlesung und zwei Stunden äußerst sinnloser Gruppenarbeit (das Prinzip Gruppendiskussion scheint in weiten Teilen der norwegischen Bevölkerung vor Aufnahme eines Studiums unbekannt zu sein) die Uni verließ, regnete es Stärke Zimmerblumengießkanne und als ich abends von einem verlängerten Tanzvereinabend mit Sahnetorte wiederkam, waren wir bei Stärke Gartengießkanne mit Schwung.
Am Dienstag und Mittwoch gab es blauesten Himmel und Sonnenschein und vor lauter Schreck über dieses ungewöhnliche Ereignis, verkroch sich Ravna ängstlich im nächstliegenden unterirdischen Parkhaus. Da fand nämlich eine Ausbildungsmesse statt, auf der auch YFU einen Stand hatte. Mit meiner grundlegenden Angst, fremde Menschen anzusprechen, bin ich sowieso schon die perfekte Besetzung für jegliche Art von Öffentlichkeitsarbeit – kombiniert mit der Tatsache, dass man in Norwegen ganz offensichtlich auch als Messebesucher viel daran setzt, Kontakt zu Fremden möglichst zu  vermeiden, waren die sechs Stunden Arbeit ein voller Erfolg.  Aber was tut man nicht alles für seine Lieblingssekte seinen Lieblingsverein.
Am Donnerstag waren wir zurück bei Zimmerblumengießkannenwetter mit Windeinschlag, am Freitag tröpfelte es so vor sich hin und übers Wochenende erreichten wir die Stufe Waagerecht-bei-100-Prozent-Luftfeuchtigkeit – was der größten regionalen Zeitung der Gegend tatsächlich einen Artikel wert war: „Es war das Wochenende, an dem die Regenschirme starben“.
Es war auch das Wochenende, das Ravna endlich einmal wieder in ihrem Museum verbringen durfte. Die Wetterlage trieb verzweifelte Spanier in durchweichten Daunenjacken und komplett in Gore-Tex gewickelte Niederländer scharenweise zu uns und hätten wir statt Archäologie Gummistiefel zu vermarkten, wäre es das umsatzreichste Wochenende des Jahres geworden.

Nächste Woche sind Winterferien, allerdings nur für eines von zwei Fächern und auch nicht offiziell. Auf Universitätsnorwegisch heißt das nämlich Lesewoche. Klingt ja auch viel akademischer und es ist ja nicht so, dass man bei sechs Stunden Vorlesung die Woche sonst zu wenig Zeit hat, in seine Bücher zu gucken.

Ansonsten semestert das Semester so vor sich hin und Spotify spielt gerade einen Werbespot für ein Gewinnspiel, bei dem man seinen Kopf in 3D drucken und in Oslo ausgestellt bekommen lassen kann - wer will denn sowas? 

tirsdag 21. januar 2014

Kulturelle Perspektiven

Neulich im Museum, erster Arbeitstag nach beinahe einem Monat Semester- und Weihnachtsferien:
Ravna: „Nei, det er dessverre ikke rabatt for pensjonister, det koster 70 kroner for alle.”
Kunde: ”Er du engelsk?” (Bist du englisch? = Kommst du aus England?)
Ravna:  ”Nei. Altså, jeg er ikke norsk heller, men jeg er ikke engelsk.”

Eine Stunde später:
Ravna:  ”Thank you. It’s best to begin downstairs.“
Kunde: “Are you Scottish?”
Ravna: “Oh, ähm – häääh? ………. No. I’m German.”

Nach einigen Minuten:
Kunde: „Tu tickets, pliiies!“
Ravna: „Hundertvierzig Kronen bitte! Hier sind Ihre Tickets und wir empfehlen Ihnen, unten anzufangen.“
Kunde: „Oh, Sie sprechen aber gut Deutsch!“
Ravna: „ …“

Manchmal ist es aber auch zum Verrücktwerden! Über Weihnachten war ich in Berlin, dann habe ich eine Woche mit einer Freundin aus Deutschland in Bergen verbracht, dann hatte ich Besuch aus , Australien und plötzlich war ich auf Arbeit, hatte einen Monat lang kaum ein Wort Norwegisch gesprochen und alle Sprachen und Akzente wirbelten durcheinander. Auch wenn ich mir das Schottisch nicht so ganz erklären kann, ich kann ja noch nicht einmal ein vernünftiges rollendes R.
Das ist nun aber auch schon wieder eine Weile her, und inzwischen studiert das zweite Semester auch schon wieder fast zwei Wochen so vor sich hin, und Ravna versucht verzweifelt, sich daran zu erinnern, wo sie denn gleich nochmal die große Tüte Motivation hingelegt hat, die doch unterm Weihnachtsbaum lag. 3000 Seiten über kulturelle und historische Perspektiven auf Gesundheit und kulturwissenschaftliche Methoden wollen bis Mitte Mai gelesen werden, aber neben meiner neu entdeckten Liebe zu Hörbüchern, einer gewissen britischen Fernsehserie und Shakespeares Richard II. (ja doch, ich bin komisch. Wer sonst freut sich um 2:00 nachts über die Parallelen zwischen „thou hast“ und „du hast“?), sehen die für viel Geld erstandenen Lehrbücher einfach ein bisschen blass aus.

Diese Woche wird das alles sowieso nichts mehr, denn morgen beginnt das Mittelseminar von YFU Norwegen, das dieses Jahr hier in Bergen stattfindet. Die norwegische Haltung, was genaue Planung und Vorbereitung angeht, treibt mich in den Wahnsinn, und am Ende wird doch wieder alles glatt laufen und ganz wunderbar sein. Aber niemand würde behaupten, man merke gar nicht, dass ich kein Norweger bin, wenn er wüsste, wie unglaublich gestresst mich das alles macht! 

Im Studentenwohnheimskollektiv, dritter Stock, erste Tür rechts, werden wir jetzt auch endlich eine Putzliste einführen! Nach einem halben Jahr! Jiiipppieeh! Nicht, dass ich so unglaublich gerne putzen würde. Aber wenigstens brauch ich dann kein schlechtes Gewissen mehr haben, wenn die Nachbarin rechts wieder dreimal hintereinander alles alleine gemacht hat, und wir können dem Nachbarn links endlich beibringen, dass Küchenputzspray in Kombination mit trockenem Geschirrhandtuch nicht so gut gegen fettige Herdplatten hilft, wie in der Werbung. Und überhaupt. Ordnung und Sauberkeit und so. Wenn ich schon kein Deutsch mehr kann, muss ich ja wenigstens an etwas anderem festhalten. 

tirsdag 22. oktober 2013

Alles Käse, oder was?

Sah es für kurze Zeit einmal so aus, als ob aus mir ein vielbloggender Mensch werden könnte, scheinen wir momentan wieder auf den Durchschnitt von vor drei Jahren zurückzufallen – rund ein Eintrag im Monat. Vor fünfundzwanzig Jahren konnte man seine Zeit noch nicht mit zu häufigem Emailsabrufen und sinnlosem Onlineartikellesen und ähnlichem Käse verbringen (seht ihr, ich verbringe nicht zu viel Zeit bei facebook), aber irgendwie bezweifle ich auch, dass damalige Studenten sich viel sinnvoller zu beschäftigen wussten, geschweige denn,  dass sie fleißiger waren als ich. Zumindest nicht die damaligen Studenten, die sich heute durch ein enges verwandtschaftliches Verhältnis zur Autorin dieses Blogs auszeichnen. Was um Himmels Willen haben die denn damals gemacht?
Zumindest dieses Wochenende habe ich die Zeit mit äußerst sinnvollen Tätigkeiten wie Grillwürstchengrillen, Käsebroteüberbacken, Schokoladeessen, Kartenspielen und Hollywoodunsinngucken verbracht  – und das Ganze macht sich sogar gut auf meinem Lebenslauf. Ich war auf dem Herbstseminar von YFU hier in der Region und habe mir angehört, wie niedlich sich all die momentanen Austauschschüler anhören, wenn sie versuchen, Norwegisch zu sprechen und dabei die Worte für Käse (ost) und Osten (øst) verwechseln. Und habe dabei versucht, möglichst wenig daran zu denken, wie niedlich ich mich wohl vor drei Jahren angehört habe. Wie auf eigentlich jeder YFU-Veranstaltung ging es hauptsächlich um Reden und Essen und es war ein wundervolles Wochenende.
Hauptberuflich geht mein Leben momentan nur bis Donnerstag, 14:00 Uhr. Da muss ich nämlich ein Essay in Philosophie abgeben. Bisher hat es 900 Wörter, die ich vor zwei Wochen mal an einem Tag zusammengeklöppelt habe und alles was mein Seminarleiter zum abgegebenen Entwurf zu sagen hatte, war „Wir können jetzt eine Stunde lang quatschen, zu deinem Text gibt es nicht viel zu sagen“  und „Mmmh, bis 1500 Wörter hast du ja noch ein bisschen Platz – schreib doch noch was über Kulturrelativismus“.  Aber immerhin weiß ich jetzt, dass er 14 verschiedene Anzüge besitzt, in Deutschland als Austauschstudent mal aus Versehen auf dem Treffen einer rechtsradikalen Burschenschaft war und seine erste Exfreundin jetzt sein bester Freund ist. Vielleicht muss man ja für einen Magister in Philosophie ein bisschen exzentrisch sein,  nur leider hilft mir das in Bezug auf Vorurteile, Verstehen und den hermeneutischen Zirkel kein bisschen weiter. Gadamer mag ja ein leckerer Käse brillanter Philosoph gewesen sein, und irgendwie ist es ja auch interessant, aber es ist furchtbar frustrierend, nicht weiterzukommen.
Viel besser sind da die momentanen Philosophievorlesungen, in denen Erna Solberg auf der Parlamentsweihnachtsfeier plötzlich heiß auf Jens Stoltenberg wird, der ihr im Übrigen zum Verwechseln ähnlich sieht. Oder vielleicht ist alles auch nur ein großes, semantisches Missverständnis.
Seit heute Nacht hat hier auch der Regenschauer begonnen – Bergen zeigt sich endlich einmal wieder von seiner schönsten Seite, nachdem ich vor ein paar Tagen noch ein paar schöne Herbstfotos mit buntem Himmel und blauen Blättern machen konnte. Mein Lieblings-I-love-YFU-Regenschirm hat nun auch endlich  einen Knacks weg und ich hoffe, ich komme heute noch halbwegs trocken nach Hause. 

Alles in Allem: Das Leben ist schön!

tirsdag 26. juli 2011

Von zu Hause nach zu Hause

Deutschland. Seit 17 Tagen bin ich schon wieder hier. Und es tut gar nicht weh.

Die ersten fünf Tage war ich noch in Werbellin auf dem YES (Young European`s Seminar), einer Veranstaltung mit 430 Austauschschülern aus ganz Europa und das war wirklich gut. Leute wiedertreffen, mit denen man Vorbereitung hatte und mit denen man ein Jahr lang nicht geredet hat, Norwegisch mit den Schweden reden, Deutsch mit Norwegern und Englisch mit allen, zwischendrin ein paar wirklich gute Workshops, sowas sollte es öfter geben. Da ich ja so gar kein Partymensch bin, wurde es abends etwas langweilig und ich habe mit Sicherheit von allen am meisten Schlaf bekommen, aber trotzdem, es war ein guter Abschluss für ein noch viel besseres Jahr.

Nach dem YES haben mich meine Eltern abgeholt, da wir nicht gerade weit von Werbellin entfernt wohnen . Meine beste Freundin war mit, was schon allein deswegen praktisch war, weil sie immer noch redet wie ein Wasserfall und damit für unangenehme Stille gar keine Möglichkeit bestand.
Aber darüber hätte ich mir gar keine Gedanken machen müssen, den zu Hause und mit meinen Eltern hat sich nicht viel verändert. Ich bin durch die Tür gekommen und alles war wie immer und darüber bin ich wirklich glücklich. Ja, meine Art "Ordnung" zu halten, gefällt meinen Eltern immer noch nicht, ja, Papa geht mir mit seiner Pingeligkeit immer noch auf den Keks, und ja, Mama kommt immer noch zu den unpassendsten Zeiten in mein Zimmer geschneit und will sich unterhalten. Aber wir machen immer noch die gleichen Witze und haben die gleiche gute Beziehung zueinander wie vor 11 Monaten.

Ob ich mit meinen Freunden noch klarkomme, kann ich nicht beurteilen, weil ja leider Gottes Sommerferien sind und ich die meisten noch gar nicht gesehen habe. Aber bisher lief alles wie am Schnürchen und mit den wichtigsten Leuten ist alles immer noch so, wie es war und wie es sein soll.
 Momentan bin ich bei meinen Großeltern zu Besuch. Familienfeiern waren in Norwegen eindeutig schöner, aber man kann ja nicht alles haben und ansonsten ist hier die Welt auch noch in Ordnung. 

Alles Friede, Freude, Eierkuchen also und in 5 Tagen bin ich schon wieder unterwegs nach Hause und sitze auf der Fähre von Kiel nach Oslo.

Eigentlich endet das Jahr in Norwegen ja hier und dieser Blog hat sein Ziel erreicht. Aber ich bin eigentlich gar nicht bereit, mein Jahr in Norwegen überhaupt enden zu lassen, denn ich werde sicher öfter von zu Hausen nach Hause fahren und eigentlich macht es furchtbar Spaß, über die Beziehung Norwegen - Ravna - Deutschland zu schreiben, also werde ich vielleicht doch das ein oder andere Mal noch von mir hören lassen. 

lørdag 12. februar 2011

6 måneder

I går var det akkurat 6 måneder siden jeg kom til Norge. Derfor skal jeg skrive noe på norsk nå. Egentlig har jeg ingenting å fortelle, så det er helt unødvendig. Jeg kommer bare til å gjøre mange feil og til slutt blir det pinlig. Det er faktisk ganske lett å snakke norsk og det er fint at det tok bare 6 måneder å lære det, men jeg liker fremdeles ikke å skrive noe. Når man snakker er det ikke så enkelt å høre hvis man sier noe feil, men når man skriver kan man ikke bare skrive litt fortere hvis man ikke er helt sikkert.

De siste 6 måneder har vært ganske fine. Det er egentlig litt vanskelig å tro at det er allerede et halv år siden sist jeg har vært i Tyskland og på en måte har jeg lyst å ta neste flyet til Berlin, bare for å se hvordan det gikk de siste måneder. Det er så mye som skjedde. En bestevennine som skrev ikke et eneste brev, selv om hun sa hun skulle skrive masse. En vennine som egentlig ikke engang var en vennine som skrev ikke bare til bursdagen min. Klassen min, som ikke eksisterer lenger. Jeg håper at det blir enkelt å komme tilbake, men egentlig tror jeg ikke det. Og egentlig skulle jeg ikke tenke om det nå, jeg skal jo ikke tilbake før juli.

Så. Jeg skal ikke oversette det til tysk. Alle som vanligvis forstår bloggen min kan bruke google translate denne gangen. :-P
Men siden jeg er en veldig snill person, skal jeg prøve å laste opp noen bilder.

August



September


Oktober



November



Desember



Januar



Februar

onsdag 2. februar 2011

Camp Nordlys

Eigentlich sollte wohl an dieser Stelle der Vergleich ”König vs Bundespräsident” stehen, aber ich muss gestehen, sehr weit bin ich damit noch nicht gekommen. Ich hatte ja auch soooo viel zu tun in den letzten Wochen … . Naja, nicht so unglaublich viel, aber immerhin war ich von Donnerstag bis Sonntag zum Midtårssamlingen und hätte vorher eigentlich zwei Bio-Protokolle und eine Geschichtsaufgabe schreiben müssen – aufgrund der hier bereits ausführlich beschriebenen Verplantheit habe ich das eine Bioprotokoll geschrieben, aber nicht hochgeladen, das andere vergessen und mit der Geschichtsaufgabe bin ich noch nicht fertig – das muss ich jetzt also alles hinterher machen und nebenher noch die Physikarbeit zu Hause nachschreiben. Ja, genau, die Physikarbeit zu Hause nachschreiben. Cool eigentlich.
Aber eigentlich geht es hier ja um das Grossereigniss des Monats Januar - Camp Nordlys, das Mitte-des-Jahres-Treffen 2010/11, in Nordnorwegen auf Sommarøy. Es war toll. Es war YFU, was heisst, dass es vor allem aus Essen, verrückten Aktionen und reden bestand. Am Donnerstag sind wir zuerst von Bergen nach Oslo und dann von Oslo nach Tromsø geflogen. Wir, das bedeutet neben mir noch jemand aus Bergen, zwei aus Ørsta und eine aus Førde. In Bergen (oder insgesamt, das weiss ich nicht so genau) waren diese Check-in-druck-deinen-Boarding-Pass-aus-Automaten von SAS kaputt, sodass die Gepäckzettel von Hand ausgefüllt wurden und man per Namenskontrolle auf einer Liste ins Flugzeug gelassen wurde. Verspätung hatten wir auch, was aber im Endeffekt nix gemacht hat und wir hatten noch genug Zeit für eine unfreiwillige Tour durch den halben Flughafen in Oslo/Gardermoen.
Die Landung in Tromsø war im Nachhinein wunderbar, in dem Moment einfach nur schrecklich, es sieht nämlich aus, als würde man auf dem Wasser landen.
In Tromsø hätten wir eigentlich irgendwelche Aktivitäten haben sollen, bevor wir mit dem Bus nach Sommarøy gefahren sind, aber wir hatten Verspätung, deswegen hat es nur zu Kebab in der Innenstadt gereicht. Kebab in Norwegen ist nicht Döner in Berlin, dass musste ich feststellen und es hat zwar geschmeckt, aber ein komisches dünnes Fladenbrötchen mit Hackfleisch, Salat und Dressing war eigentlich nicht ganz das, was ich wollte. Gesehen hätten wir von Tromsø sowieso nicht viel, da war es um 15:00 Uhr schon wieder dunkel. Aber die Sonne war ja auch erst vor 11 Tagen wieder aufgegangen.
Am endgültigen Ziel, Sommarøy, wohnten wir in Hütten, die zu einem Hotel gehörten und assen (das Wort mit sz) in einem Haus, das „5 Minuten zu Fuss“ entfernt war. Es müssen 5 sehr norwegische Minuten gemeint gewesen sein, wenn man sich beeilte, waren es immer noch 10. Am ersten Abend war das Wetter besonders toll, Regen mit zugehörigem Sturm. Auf der Suche nach der richtigen Hütte bekam man aber immerhin ein kostenloses Gesichtspeeling. Danach habe ich nie wieder meine Regenhose vergessen.
Wir haben alles mögliche gemacht, von den üblichen Diskusionen über Toleranz und Werte über Eisbaden im Meer bis zu Capoeira und HipHop. Meine Lieblingsveranstaltung waren vermutlich die abendlichen Rumgehops-Tanzveranstaltungen – ich kann es einfach nicht. Ich versteh einfach nicht, was so toll daran ist, zu zu lauter Musik durch die Gegend zu hüpfen und rumzuschreien und alles, aber wenn von 50 Leuten 48 Spass daran haben, bin wohl doch ich der Fehler. Das Essen war gut, Taco und Grøt mit Mandel (Es ist irgendwie immer noch Weihnachten, sogar in Bergen auf dem Teich steht noch der Weihnachtsbaum – nur zu Hause, wo noch im August die Weihnachtsdecke lag, ist schon alles verschwunden!). Und ich habe Nordlicht gesehen! Naja, es war nur ein ziemlich kleiner grüner Lichtfleck, aber immerhin, ich habs gesehen! Und die Bilder im Internet sind bestimmt sowieso alle bearbeitet. Und Sonne! Einige, die in Troms wohnen, waren ganz glücklich, nach 2 Monaten wieder Sonne zu sehen, weil es seit dem 15. Januar zwar Sonne gab, aber nur hinter Wolken – aber auch ich habe das Gefühl, seit Neujahr keine Sonne mehr gesehen zu haben – es hat immer geregnet.
Ausserdem stammt jetzt fast ein Viertel aller Fotos, die ich seit August gemacht habe, aus Nordnorwegen, auch wenn ich natürlich wieder vergessen habe, die Isozahl hoch und runter zu stellen, sodass jetzt ein paar Bilder etwas rauschiger und heller als notwendig sind.
Das beste an allem war aber doch, die ganzen anderen YFU-Leute wiederzusehen und festzustellen, das tatsächlich (fast) alle norwegisch sprechen. Und tatsächlich auch alle unterschiedlich sprechen. Und man das auch hören kann. Am Donnerstag konnte ich kaum den Mund aufmachen, ohne das irgendjemand „ikkje“ oder „eg“ wiederholte. Ich glaube, ich hab viel mehr Dialekt gesprochen als normal, aber es gab allgemein ziemlich viel Sprachmobbing. Offensichtlich sind Norweger auf Zeit da noch schlimmer als normale Norweger.
Nun geht es am Donnerstagabend mit dem Nachtzug nach fast-Oslo zu Krissie und dann hat es sich erstmal ausgereist, aber es sind immer noch 5 Monate übrig und vielleicht traut sich ja auch mal jemand hierher. :)
Den Vergleich werde ich im Laufe des Februars hoffentlich irgendwann fertig bekommen. Irgendwann. Vielleicht. Oder ich schreibe mal was auf norwegisch.
Piep sagen ist wie immer erwünscht.

lørdag 18. desember 2010

Hyttetur und Weihnachtsfeiern

Da bin ich wieder. Alle Feiern sind überstanden, aber jetzt gibt es viel, viel, viel zu viel zu erzählen und ich schulde auch immer noch einen Bericht über die Hyttetur. Aber wenn ich nicht bald anfange, komm ich nie dazu. Aaaaaaaaaalso:

Die Hyttetur. Das ist jetzt schon eine ganze Weile her, das war das letzte Wochenende im November. Mein Gastvater hat mich und meinen Schlafsack am Freitag nach Grimseid gefahren, wo die Hütte steht. Die Hütte ist eigentlich keine Hütte, sondern ein Haus mit Küche, Bad, mehreren Doppelstockbettenzimmern und einem grossen "Saal" mit Ofen.
Da es in der Woche vorher gerade richtig kalt geworden war und wir seid längerer Zeit die ersten Besucher waren, war es eisekalt im ganzen Haus und wir haben erstmal alle unsere Sachen irgendwo liegenlassen und uns alle 13 in die Küche gequetscht, weil es da dank laufendem Herd, vielen Leuten und Enge schon relativ warm war. Gemacht haben wir alles mögliche. Einmal natürlich getanzt, aber wir haben auch "Mein rechter, rechter Platz ist leer" für Fortgeschrittene gespielt, oder Stadt/Land/Nobelpreisgewinner/Instrument. Ausserdem haben wir Pfefferkuchen gebacken und Tassen angemalt und Tacos gegessen. Tacos ist hier sowieso ein Nationalgericht, ich møchte mal wissen, woran das liegt. Kennen tut man das ja auch in Deutschland, aber so häufig gibts das da nicht.
Das Haus haben wir allerdings nie verlassen, dafür war es viel zu kalt. Am Sonntag war dann gegen Mittag schluss und nachmittags war dann Grøtfest mit YFU. Grøtfest bedeutet, dass man zusammen Unmengen "Risgrøt" (Milchreis) verputzt und wer in seiner Portion eine Mandel findet, der bekommt einen Preis. Ausserdem konnte man die ganzen YFU-Leute wiedersehen, auch die anderen beiden ATS, die hier in der Gegend wohnen. Es ist doch immer wieder ganz nett, sich mal mit Leuten auszutauschen, die die gleichen Probleme haben. Allerdings wird es immer merkwürdiger, mit jemandem Deutsch zu sprechen, der sich nicht an der anderen Seite des Telefons befindet.
Am Wochenende darauf gab es Besuch aus der Nähe von Oslo - Krissie, eine von den anderen YFU-Deutschen, war in Bergen um ihre Gastschwester zu besuchen und wir haben uns zusammen mit Sally (die auch eine YFU-Deutsche ist) in Bergen getroffen und hatten einen schönen Tag mit Dominosteinen, kalten Füßen, Wikingerladen und Gemüselasagne - und es war wirklich faszinierend, das Krissie tatsächlich ein anderes Norwegisch spricht als Sally und ich.

Und dann war da natürlich letztes Wochenende - die Klassenfeier ist zwar ausgefallen, weil wir uns alle verplant hatten und bis Freitag keiner wusste, wo wir denn nun eigentlich hingehen sollen, aber ansonsten war es wunderbar. Donnerstag abend sind die beste Freundin meiner Gastmamma und Martin angereist (ich habe von Laura, die dieses Jahr aus Estland in Norwegen ist, erfahren, wann Martin angkommt - spricht doch für die Verplantheit der Norweger im Allgemeinen und der meiner Gastfamilie im Besonderen ... ). Ich wurde dann allgemein bedauert, weil ich fast die einzige war, die Freitag um 6:00 Uhr aufstehen musste, um in die Schule zu gehen. Ausgerechnet Physikblocktag, es war sooo langweilig. Nachmittags als ich nach Hause kam, war nur Martin da und wir haben die Zeit genutzt, ausführlich über die Familie zu lästern - nein, so schlimm war es nicht, aber es war ganz lustig, mal mit einem anderen "Halbaußenstehenden" zu reden. Und ich hab mich ganz umsonst gegrault, sein Norwegisch ist auch nicht perfekt. Abends habe ich dann mit einer Gastschwester und Gastmamma die Tische für die Geburtstagsfeier gedeckt - ich bin immer noch vollkommen fasziniert. Meine Gastfamilie ist die liebste, aber verplanteste und aufräumunfähigste Familie Norwegens, aber beim Tischdecken musste alles tipp-topp sein, mit extra akkurat ausgerichteten Gläsern und gefaltenen Servietten und extra-polierten Gabeln und was nicht noch alles. Ich bin ja mehr so der "Das fällt doch eh keinem auf"-Typ, aber was tut man nicht alles. (-; Am Samstag war dann der grosse Tag - erstaunlicherweise waren wir alle pünktlich fertig, obwohl 7 Menschen mit 2 Bädern duschen mussten, wobei das Wasser jeweils nur für eine Dusche gleichzeitig funktioniert. UND - ich will ein Junge sein. Wirklich. Ich hasse es, mir Gedanken über "Was soll ich anziehen" machen zu müssen. Es hieß "schön, aber nicht notwendigerweise Gala", worunter ich mir natürlich viel vorstellen konnte - ein Hemd und eine Hose wär so einfach gewesen, aber so? Ringelstrumpfhosen oder nicht, Schuhe hab ich keine, muss ich welche leihen, mit Absätzen kann ich aber nicht gehen und schon gar nicht tanzen - uff. Nun, im Endeffekt bin ich nicht nackt gewesen, aber trotzdem. Die Feier war ganz schön. Es gab Rentier, was sicher nicht mein Lieblingsgericht wird, aber das Kuchenbuffet war wunderbar. Es wurde vor dem Essen und nach dem Essen zusammen je ein Lied gesungen und danach auch getanzt. Insgesamt war es viel besser als alle Familienfeiern die ich in Deutschland je erlebt habe, allerdings wurden ich und Martin dauernd von irgendwelchen Verwandten angesprochen, die uns kannten, an die wir uns aber nicht erinnern konnten. Wir haben bestimmt 5 mal zu hören bekommen, dass man gar nicht merkt, das wir uns erst zwei Tage kennen und wie gut wir oder er oder ich norwegisch sprechen und das wir ja sogar tanzen können und was nicht noch alles. Und voher Leute, die mich vielleicht zweimal gesehen haben, wissen wollen, wie ähnlich ich doch meinem Gastvater bin, würde mich auch mal interessieren. Mein Gastopa spricht konsequent Deutsch oder Englisch mit mir, auch wenn ich inzwischen auf Norwegisch antworte, ausserdem spricht er auch Deutsch mit allen anderen, wenn ich dabei bin, nur versteht das dann keiner. Also ja, der Abend war ein Erlebnis für sich.

Am Sonntag waren wir dann auf Weihnachtsbaumjagd, schliesslich war ja am Dienstag schon die erste Weihnachtsfeier. Der Weg war extrem vereist und niemand hat es geschafft auf den Beinen zu bleiben, aber dafür haben wir jetzt einen Extra-Klasse-Weihnachtsbaum. Bei den vielen blauen Flecken muss er einfach schön sein.
Und am Dienstag war dann Weihnachten. Frühmorgens sind Martin und ich auf den nächsten Berg gestiegen, um Sonnenaufgangsfotos zu machen, nur leider hat es geschneit und war neblig, sodass daraus nicht viel geworden ist. Es war auch da extrem glatt und ich habe runterwärts unfreiwillig ausprobiert, ob es nicht mit Judo-vorwärts-fallen schneller geht - ja, es geht schneller, aber ich empfehle es nicht.
Als wir wieder zu Hause waren, gab es Weihnachtsbrunch, danach Baumschmücken und massenweise Kitzelattacken und irgendwann auch schon wieder Essen - Pinnekjøtt. Fragt mich nicht, was das ist, ich weiss es nicht. Es ist irgendwie Schaf oder Lamm und irgendwie gesalzen oder getrocknet oder beides und es wird irgendwie gekocht und es sind Birkenstäbchen involviert - es ist essbar, aber warum man das unbedingt zu Weihnachten essen muss, versteh ich nicht ganz. Ja, und Geschenke gab es auch. Ich habe zwei Wollunterhemden bekommen und ich frage mich wirklich, ob jemandem vielleicht aufgefallen ist, dass ich andauernd friere, egal wie warm es eigentlich ist ...
Tja, und am Mittwoch/Donnerstag sind dann alle Geschwister nach Peru und Estland abgehauen und ich bin noch übrig und freue mich auf den nächsten Weihnachtsabend.

Ich frage mich gerade, ob wohl jemand an Bildern interessiert wäre, auch wenn es keine Bilder mit Personen wären?

søndag 14. november 2010

Eiszeit

Die Zeit betrügt mich. Es sind nie im Leben schon 3 Monate vergangen, seit ich hergekommen bin. Das ist nicht wahr. Ich glaub das nicht. Es waren 3 wunderbare Monate, aber wieso müssen die schon um seind? Das sind ja "nur" noch ... 7,5 ... Monate ... ich will gar nicht daran denken. Irgendwie klingt das zwar gemein, ich will schließlich auch Mama und Papa in Deutschland wiedersehen. Aber ich kann mir gleichzeitig nicht vorstellen, dass ich nächstes Jahr wieder Koffer packen muss. Ich freu mich soooooooo auf zu Hause und gleichzeitig will ich soooooo gerne hierbleiben. Und ja, ich finde es auch paranoid, jetzt schon darüber nachzudenken, aber mir ist gerade so bewusst geworden, dass doch schon eine ganze Menge Zeit vergangen ist. Und das ich Deutschland die ganze Zeit ausblende, ich denke eigentlich kaum an Zuhause Nr. 1. Jedenfalls nicht nach dem Motto "Ach, zu Hause hätt ich jetzt das und das gemacht" oder "Einmal wieder in meinem Bett liegen" oder irgendsowas. Und ich frage mich, ob das nun gut oder schlecht oder unfair ist.

Aber, um darüber nachzudenken hab ich noch genug Zeit, es gibt doch noch ein paar schöne Sachen zu erzählen.
Letzte Woche waren wir mit YFU Curling ausprobieren. Olympia liegt zwar noch in weiter Ferne, aber es hat wirklich Spaß gemacht. Und im Fernsehen sieht es viel, viel einfacher aus. Ich glaube, wir haben uns alle mehrmals hingelegt. Es ist gar nicht so einfach, auf welchem Fuß man stehen kann und welcher der rutschige ist. Und schrubben, auf den Beinen bleiben und so schnell wie der Stein sein, ist beinahe unmöglich.
Auf diese 1. Begegnung mit einer Eisbahn dieses Jahr (nein, stimmt nicht, diesen Winter) folgte auch gleich die zweite. Wir waren am Mittwoch in der Sportstunde nämlich Schlittschuh laufen. Wieder mal so etwas völlig Neues für Sportunterricht und so langsam frage ich mich, ob das nun an Norwegen oder an meinem Sportlehrer liegt.
Ich hatte gleich beim Schlittschuh ausleihen ein sehr deprimierendes Erlebnis. Das einzige Wort, das ich gesagt hatte, war "trettisju" (=37) und was kommt zurück? "Where are you from?" Großartig. Es war ein einziges Wort. Okay, der Schlittschuhausleiher hatte auch einen Akzent, der nicht norwegisch war, also hat er vielleicht gehofft, ich käme aus dem gleichen Land wie er, aber trotzdem. Mein Akzent ist also so schrecklich, das ich nicht ein einziges Wort sagen kann, ohne das man ihn hört. Vielleicht sollte ich darauf übergehen, nur noch "takk" zu sagen.

Und gestern war dann Herbstfest bei den Tanzleuten und ich bin hingegangen, zusammen mit meinen Gasteltern. Ich habe festgestellt, dass ich bei den Erwachsenen, die mich ja nur sehen, wenn ich nach dem Jugendring noch bleibe, um auf den Bus zu warten, "hun som venter på bussen", also "die, die auf den Bus wartet", bin. Ausserdem waren einige ganz überrascht, weil sie meine Gasteltern kennen, aber nicht wussten, dass ich bei ihnen wohnen. Aber es war auf alle Fälle ein schöner Abend.

Das war es dann auch schon wieder, der nächste Eintrag folgt dann irgendwann mal, vielleicht nach der Hüttentur mit den Tanzleuten.

tirsdag 10. august 2010

1

Es ist soweit. Mein bei ca. 170 Tagen begonnener Abreiskalender zeigt eine 1 an. Einmal schlafen (oder auch nicht) und es ist der 11.08 und ich fliege nach Oslo.
Und was bin ich froh, dass ich fliegen kann, denn in der letzten Woche stand alles fast kippe. Meine Bilderbuchgastfamilie hatte einen Hund. Und jeder, der mich kennt, weiß, wie schwierig das für mich ist. Es tut mir unendlich leid für die Familie, peinlich ist es mir auch, aber wie soll ich in einer Familie leben, vor deren jüngsten Familienmitglied ich eine Heidenangst habe? Das würde wohl für beide Seiten eine ziemlich unangenehme Erfahrung werden.
Im Moment ist mir immer noch nicht ganz klar, zu wem ich nun am 14.08, wenn die drei Tage in Oslo vorbei sind, ziehen werde. Auf alle Fälle kann ich zu der Arrival Family in Bergen, die ich schonmal hatte. Aber wie gesagt, wichtig ist mir nur, dass ich fliegen kann. Wohin, ist zweitrangig.

Der Koffer ist gepackt, er wiegt 19 kg, also befürchte ich, dass die Waage spinnt und ich am Flughafen noch umpacken muss. Im Handgepäck sind noch 2 kg Platz, aber auch umpacken wäre unendlich peinlich. Schließlich bin ich sonst immer die mit dem allerwenigsten Gepäck. Vllt. pack ich nochwas wieder aus. Oder auch nicht.

Ganz egal, ob ihr in Deutschland bleibt oder auch irgendwo hinfliegt oder schon geflogen seid, ich wünsche euch ein wunderschönes (Schul-)Jahr 2010/11 und verabschiede mich hiermit das letzte mal aus Deutschland - der nächste Eintrag kommt dann aus Norwegen. (-:

søndag 13. juni 2010

Wahnsinne

Es ist ein Wahnsinn. Es ist ein Wahnsinn. Und nein, ich rede nicht von Fußball oder WM. Es sind nur noch 60 Tage bis zum Abflug. 60. Nicht mal zwei Monate. Und die Zeit rennt und rennt, solange man sie mit Freunden verbringt und sie schleicht und schleicht, bis Mittwoch endlich Notenschluss ist.
Und obwohl es so schnell ging und gleichzeitig so langsam, war der letzte Monat auch ein Wahnsinn. Wahnsinnig stressig, wahnsinnig vollgestopft und wahnsinnig toll. Vorbereitungstagung in Lauenburg, Deutschprüfung, Matheprüfung, Englischprüfung, Landesvorbereitungswochenende, Erlebnissreise mit der Deutschen Bahn - und jetzt ist schon wieder fast Mitte Juni.
Die VBT in Lauenburg war einfach nur wahnsinng toll. Es hat so viel Spaß gemacht und wann findet man schon in einer Woche 40 neue Freunde? Die Prüfungen fallen wohl eher unter wahnsinng blöd, es war vielleicht nicht schwer, aber wieso müssen sie uns unbedingt so einen Stress machen, ein Jahr aufholen und alles, wenn es in anderen Bundesländern auch ohne geht?
Und das LVW - da komm ich gerade her - war VBT in Mini. Nicht so lange, nicht so anstrengend, nicht so viele Leute, aber wahnsinnig war es trotzdem. Wahnsinnig toll. Außer die Anreise. Tja, die Bahn macht mobil, dass hat sie eindeutig bewiesen. Schließlich wäre ich sonst wohl nie mit dem Bus von Neustrelitz nach Mirow gefahren. Die ganze Geschichte ist langweilig, aber auf alle Fälle ist der Haupt- - und ja, wirlich HAUPTbahnhof von Neustrelitz wahnsinnig kundenunfreundlich. Keine Ansagen, keine Anzeigen, keine Toilette, keiner hat Ahnung, aber ein Zug, der einfach nicht kommt. Keine Ahnung, ob der wahnsinnig viel Verspätung hatte oder ausgefallen ist. Busfahrkarte durfte ich also auch noch bezahlen und zurückkriegen tu ich sicher auch nichts. Möp.

tirsdag 2. mars 2010

Bløtkake og øl

... und an alle, die Norwegisch können, nein, das ist nicht mein Lieblingsessen.
Jaja, Ravna war faul und hat einen ganzen Monat überhaupt nichts geschrieben. Aber mal ehrlich, ich hatte mir das halt für den 29. Februar vorgenommen und dann hab ich es einfach nicht mehr geschafft.
Außerdem waren ja die Olympischen Winterspiele 2010 und ich musste meine Lieblingsbiathleten anfeuern. Und die waren sogar erfolgreich, im Gegensatz zu den Deutschen. :-P Hat halt seine Vorteile, wenn man Biathlon und Norwegen mag. Schade nur, dass ich nicht den Mut hatte, mit Fähnchen und rot-blau-weißer Schminke in die Schule zu gehen wie die anderen zur Fußball-EM. Also, die anderen natürlich in schwarz-rot-gelb (jaja, gold, ich weiß, aber wann ist das schonmal golden?).
Um nochmal aufs Lieblingsessen zurückzukommen, es gibt ja doch was neues. Ravna lernt jetzt norwegisch, auch wenn sich der Erfolg bisher in Grenzen hält - wenn es bei "Ich habe Hunger und Durst, ich möchte gerne haben Sahnetorte und Bier!" bleibt, werde ich wohl keine Woche in Norwegen überleben. (-:
Ansonsten wird hier fleißig weitergewartet, denn alle scheinen ihre VBT-Einladungen von YFU zu kriegen, außer den Norwegern! Und alles scheint schnell zu vergehen, außer die 5 Monate, eine Woche und zwei Tage bis zum Elfen Achten Zweitausendundzehn! So eine Frechheit!

søndag 24. januar 2010

200 Tage

Ja, jetzt läuft 2010 auch schon wieder 24 Tage. Was heißt schon, eigentlich sind es erst 24 Tage. Wenn es stimmt , das die Norweger am 11. August abfliegen, sind es noch ewig lange 200 Tage bis zur Abreise und dann hab ich mich bestimmt noch verrechnet. Wenn man heute nicht mitzählt, sind es sogar nur noch 199, aber ich will ja nicht schummeln.
Im Moment ist es so eine Warterei, schrecklich. Ich weiß genau, das jetzt noch keine VBT-Einladung kommt und das es unwarscheinlich unwahrscheinlich ist, dass ich schon eine Gastfamilie bekomme, aber ich renne trotzdem jeden Tag zum Briefkasten. Und es gibt noch nicht mal noch irgendwas anderes zu erledigen, außer meinen letzten Windpockenpikser.

Aber - ich lerne jetzt Norwegisch an der Volkshochschule und das ist wenigstens bisschen spannend. Hatte zwar erst eine Stunde und kann auch nicht mehr als vorher, aber es macht viel mehr Spaß, eine Sprache zu lernen, wenn man es freiwillig macht und keine Noten dafür bekommt. Spanisch mache ich zwar auch freiwillig, weil es ein Wahlpflichtfach ist, aber es wird benotet und man steht viel mehr unter Druck, auch das richtige zu sagen, wenn man was sagt.

Ansonsten gibts wohl nur - weiterwarten!