Viser innlegg med etiketten Schule. Vis alle innlegg
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tirsdag 19. mars 2013

Heiter bis wolkig

Inzwischen ist es schon fast eher Ende als Mitte März, ein Blick aus dem Fenster gauckelt mir aber nach wie vor ein um zwei bis drei Monate nach hinten verschobenes Datum vor. Oder auch einen Aufenthaltsort ein paar Breitengrade weiter nördlich als es momentan der Fall ist. 


Fast eher Ende März bedeutet auch, dass sich die Zeit, die ich in der Schule und vor allem mit Unterricht in diversen nützlichen und unnützen Fächern verbringe, rapide dem Ende zuneigt. Damit wird eine meiner absoluten Lieblingsfragen aus Austauschzeiten wieder aktuell: 

"Und, dir ist doch bestimmt schon komisch, oder?"

Nein. Nein, ernsthaft, mir ist absolut nicht komisch. Trotz beständiger Erinnerung seitens der Lehrer und meines Kalenders, trotz Abigagplanung und momentan laufender Mottowoche, vom Gefühl her bin ich mir absolut nicht bewusst, dass ich nächste Woche um diese Zeit nie wieder geregelten Schulunterricht haben werde. 
Und eigentlich freue ich mich auch, nach zwölf+eins Jahren endlich fertig zu werden, denn Schule an sich macht in letzter Zeit absolut gar keinen Spaß mehr, und ich freue mich darauf, mal wieder etwas ganz neues anzufangen.
Vor allem das letzte Jahr war fast nichts außer stressig und nervig. Ein bisschen darf es das ja auch sein, schließlich will ich ja irgendwo tief drinnen doch ganz gerne was lernen. Aber in Fächern, in denen ich viel Zeit aufwenden müsste, um weiter zu kommen und die noch zusätzlich fürs Zeugnis irrelevant sind, bin ich im Endeffekt ja doch nur die Deko. Ja, ich komme zu Physik, ich bin ein Streber, ich schwänze nicht. Aber eigentlich verschwende ich drei Schulstunden die Woche damit, herumzusitzen. Die könnte ich für nützlichere Aktivitäten verwenden, die zwar auch nicht aufs Zeugnis kommen, aber mir Spaß machen. Etwa für den Russischkurs an der VHS, den ich abbrechen musste, weil jeden Montagabend nach Berlin reinfahren und erst um 22:30 nach Hause zu kommen ein bisschen schwierig war. Oder um vernünftig Spanisch zu lernen, denn mit einer Lehrkraft, bei der man bulemieartige Vokabeltests schreibt und ansonsten höchstens Almodovar-Filme auf Deutsch guckt, kann man das nicht. Selbst, wenn man gerne möchte. Und wenn man sich dann zum hundertsten Mal den Nachmittag für irgendwas um die Ohren geschlagen hat, und dann fällt die Stunde am nächsten Tag aus, ist das auch nicht eben motivierend. 
Ich habe zehn verschiedene Fächer. Zwei davon finde ich hochgradig uninteressant, fünf sind zwar fachlich spannend, aber der Unterricht ist zum Davonlaufen (und das liegt nicht immer an den Lehrern) und die anderen drei sind ok.
Sozial ist Schule eine feine Sache, lauter nette Leute mit denen man die zahlreichen Frei- und Ausfallstunden verbringen kann, aber ansonsten tu ich mir das nur an, damit ich endlich dieses Abiturdingens kriege und studieren kann.
Und vielleicht ist studieren ja genauso furchtbar, aber darüber kann ich mir zumindest momentan noch Illusionen machen.

torsdag 18. oktober 2012

Zukunftsmusik

Nach über einem Jahr kann ich mich nun doch mal dazu durchringen, mich mal wieder zu melden. Es ist viel passiert, zu viel, um sich an alles zu erinnern, und zu viel, um alles aufzuschreiben. Ich wohne wieder in Deutschland, ich fühle mich auch ganz wohl, aber so ganz hundertprozentig das Richtige ist es auch nicht. Zu Hause und mit Freunden ja, aber das aus-dreizehn-mach-zwölf-sparen-wir-viel-Geld-Abitur raubt mir Zeit und Nerven und ich kann mich dem Eindruck nicht entziehen, schulisch sei in Norwegen alles viel besser gewesen. Allerdings hatte ich da eh keinen Druck, schließlich brauchte ich die Noten da höchstens für mein Ego.
Trotzdem habe ich beschlossen, den völlig unüberlegten, undurchdachten und überhaupt total unverantwortlichen Versuch zu wagen, meinen Aufenthaltsort etwas dauerhaften nach Norwegen zu verlegen. 2013 möchte ich in Bergen studieren, mindestens für drei Jahre. Die meisten Leute scheinen das für mittelschweren Wahnsinn zu halten, aber wenn ich nicht jetzt unvernünftig bin, wann dann? Und alles, was passieren kann, ist, dass ich eine Menge Geld zum Fenster rausschmeiße und dann doch selbstfinanziert in Deutschland studieren muss.
Aufgrund dieser hirnrissigen Ideen bin ich Dienstag vor einer Woche nach Bergen geflogen. Einerseits, um meine Gastfamilie zu besuchen, andererseits, um einen Norwegischtest zu schreiben, der beweisen soll, dass ich genug Norwegisch kann, um zu studieren. Fünf Stunden lang hatten ich und 68 andere Aufgaben zu Lese- und Hörverstehen und zur Schreibfähigkeiten zu bearbeiten. Ich wage die Behauptung, dass es ganz gut gelaufen ist, aber ich will nichts beschreien. Nicht, dass ich dann zum Schluss eingestehen muss, dass ich durchgefallen bin.Abgesehen von meinen Norwegischkenntnissen gibt es auch noch offene Fragen zu Wohnung, Krankenversicherung, Bankkonto und ähnlichen nervigen Dingen, um die man sich plötzlich selbst kümmern muss, aber vielleicht kann ich mich ja demnächst wieder öfter melden.

Wie könnte man da widerstehen?

søndag 26. juni 2011

Sommerferien

Im Prinzip hab ich schon seit dem 1. Juni Sommerferien, weil ich kein Examen schreiben musste und deswegen in der Schule kaum was zu tun hatte. Warscheinlich hätte ich nicht mal kommen müssen, aber das wär ja langweilig geworden.
Aber seit letztem Montag für alle Zweitklässler und seit Mittwoch offiziell sind hier also Sommerferien. Es fühlt sich nicht unbedingt sommerlich an, wir hatten ein paar schöne Tage, aber durschnittlich ist es immer noch nass bei bis zu 18 Grad. Aber, wie jeder Norweger und speziell alle Bergenser wissen, gibt es ja kein schlechtes Wetter, und deswegen gilt es, die acht Wochen ohne Hausaufgaben ordentlich zu nutzen.
Obwohl ich eigentlich immer der Meinung war, zwar Freunde, aber keine guten Freunde gefunden zu haben, kam vorletzte Woche plötzlich die Frage auf, ob ich nicht "eine Art Abschiedsfest" veranstalten wöllte. "Eine Art", denn meine Abneigung gegen Partys hatte man eindeutig bemerkt. Ich hatte eigentlich nichts dergleichen geplant, wollte vielleicht mit einzelnen Leuten nochmal was machen und wir hatten ja auch ein Abschlussfrühstück in der Schule, aber da schon danach gefragt wurde, entschloss ich mich kurzfristig und wir verspeisten am Montag vier halbe Pizzen und gingen danach durch Bergen, um vor den Turistsehenswürdigkeiten Fotos zu machen und Geschenke für Deutschland zu finden. Es war ein unglaublich schöner Abschied, vor allem, weil ich bei einigen nicht damit gerechnet hatte, dass ich ihnen doch so wichtig bin.
Am Mittwoch, der eigentlich der letzte offizielle Schultag in Hordaland war, setzte ich mich dann in den Bus Richtung Førde, im Gepäckraum einen Rucksack mit Schlafsack, Isomatte, Besteck, Termoskanne, Badesachen, Wollsocken, Wollpullover, Regenhosen, T-shirts und Regenjacke. Auf dem Plan stand nämlich eine Zelttour mit Titi und Sally.


noch eine Fährüberfahrt


Sally wohnt in Førde und hatte ein unglaublich nettes Plätzchen an einem See gefunden, eigentlich eine Badestelle mit Tischen, Unterstand für Regenzeiten und Plumsklo, wo wir dank norwegischer Gesetze die nächsten zwei Tage ohne Probleme zelten konnten.
In Førde angekommen, hiess es ersteinmal einkaufen - beladen mit Grillwürstchen, Brot, Käse, Aufstrich, Salat, Äpfeln, Tomatensosse und 9 Litern Trinkwasser zusätzlich, stiegen wir in einen Bus mit einem unglaublich netten Busfahrer, der uns trotz fehlender Bushaltestelle beinahe direkt an  unserem Zeltplatz aussteigen liess.


Den ersten Tag verbrachten wir mit baden, grillen und "Geni Norge", einem Spiel, bei dem es darum geht, viel zu schwere Fragen über Norwegen zu beantworten. Wir waren nicht sicher, ob wir genug Gas für den Gaskocher hatten, Teewasser wurde deshalb auf dem Eingwegsgrill zubereitet.
Den zweiten Tag gingen wir eine Runde um den See, nachdem wir von einem Haufen Fussballkinder geweckt wurden, die offensichtlich eine Tagestour machten. Ein 8jähriger, der unter der Zeltkante hindurchspäht und "Er der noken in i teltet?" ("Ist jemand im Zelt?") brüllt, funktioniert eindeutig besser als jeder Wecker.
Von unserer Wanderung zurück, kochten wir Nudeln und Tomatensosse. Das heisse Nudelwasser wurde in der Termoskanne aufbewahrt, man weiss ja nie und so viel Wasser hatten wir auch nicht.


Direkt nach dem Mittag, wir hatten kaum abgewaschen, begann es zu regnen. Wir legten uns also in unser Zelt und verbrachten die nächste Zeit mit Kniffel und Geni Norge. Aber - natürlich war das Zelt nicht so dicht, wie es sein sollte. Es wurde sowohl das Dach von innen nass, als auch die Schlafkabine von unten.
Nach einiger Zeit kam uns die Idee, unter den Unterstand zu flüchten und dort Tee zu kochen und Abendbrot zu essen - der Tagesplan sah eigentlich auch vor, die restlichen Würstchen und Marshmallows über einem zu entzündenen Feuer zu grillen. Der Unterstand war allerdings bereits durch drei Damen aus Førde besetzt, die uns aber gerne ein bisschen Platz machten und, als sie gingen, uns sogar ein glühendes Restelagerfeuer überliessen. Zum Glück, dass am Vortag gesammelte Holz war nämlich zum grössten Teil nass geworden.
Es hörte auch tatsächlich noch auf zu regnen und wir hatten einen netten Abend, inkl. Würstchen und Marshmallows.
24:00 Uhr in Norwegen
(natürlich nichts gegen den Norden)
Am nächsten Tag trafen wir wieder auf die Fussballgruppe, diesmal waren wir allerdings schon aufgestanden und packten zusammen. Anstelle auf einen Bus zu warten, der vermutlich nicht anhalten würde, ging es zu Fuss zurück zur Busstation in Førde, was mit einem gefühlten 10kg-Zelt in einer Plastiktüte an einem Stock hängend nicht ganz so einfach war. Meine Kreditkarte streikte (bzw. es war zu wenig Geld darauf, um den Mindestbetrag am Geldautomaten abheben zu können, aber das wusste ich da noch nicht) und nun schulde ich Titi bereits 40 Kronen, aber da der Busfahrer mir den Schüler auch ohne Ausweis abnahm, sass ich dann auch wieder im Bus Richtung Bergen.
Ein wunderbarer Anfang der Sommerferien, auch fast ohne Sommer.


Nun hab ich noch bis Freitag und neben einem Chorkonzert meiner Gastmamma und einem Koffer, der gepackt werden will, wartet hoffentlich auch noch das ein oder andere Museum in Bergen auf mich.

Bilder folgen, im Moment geht das irgendwie so langsam.

søndag 10. april 2011

Zwischenmeldung

Lumpadumpadudelei, mir ist so laaaaaaaaaangweilig. Ich weiß auch nicht. Nicht, dass nichts passieren würde oder so, aber die letzte Woche war einfach nur ätzend. Ich soll in Physik einen Vortrag halten, aber meine Physiklehrerin vergisst immer, mich aufzurufen. Und auch, wenn ich sie im Leben nicht daran erinnern würde, ist es irgendwie auch blöd, die ganze Zeit in Physik zu sitzen und darauf zu warten, dass die Uhr anzeigt, dass es nur noch 10 Minuten - und damit nicht genug für den Vortrag - sind. In Norwegisch sollte ich auch einen Vortrag halten, einen Gruppenvortrag, aber irgendwie sind wir nicht drangekommen. Und ich kann nun doch kein Examen in Norwegisch als Zweitsprache schreiben, weil man dafür eine norwegische Personennummer braucht. Hab ich schon seit September, aber die Schule hat sie nicht und anstatt nachzufragen, haben sie mich eben einfach nicht zur Prüfung angemeldt. Wär ja auch zu schön gewesen. Ich hoffe nur, ich muss jetzt kein anderes Examen schreiben.
Letztes Wochenende war "Bylørdag", also "Stadtsonnabend" (Samstag) in Bergen, das heißt, es waren viel mehr Menschen als notwendig in der Stadt und Vereine, Läden und Einkaufszentren präsentierten sich auf der Straße. Auch wir, soll heißen, die Leute vom norwegischen Volkstanz, drehten 20 Minuten lang über Pfützen und Bordsteinkanten unsere Runden. Es nieselte natürlich, aber die Spielmänner und -frauen durften freundlicherweise das Zeltdach eines T-shirt-Verkaufsstandes leihen. Es war schon ein bisschen verrückt, erst sammelten sich alle potenziellen Zuschauer nur um die Leute mit Hardangerfiedel in der Hand, bis plötzlich die  Leute rundum auch noch zu tanzen anfingen. Danach war ich bei einem Mädchen aus meiner Bio- und Matheklasse zum "Mädchenabend" eingeladen. Ich hatte die schlimmsten Befürchtungen, denn das, was man normalerweise unter Mädchenabend versteht, dass ist überhaupt nicht mein Ding. Am Ende war es dann aber gar nicht so schrecklich. Zuerst musste natürlich das Finale der Cricket-WM angesehen werden, was mit heftigen Disskussionen einherging - wenn man Pakistaner ist, darf man dann für Indien sein, weil man nicht für Sri Lanka ist, weil die Tamilen es auch nicht sind? Etwa die Hälfte der Anwesenden konnte mit Cricket etwas anfangen, ich wurde dank meiner Unkenntnis von allen Pakistanern und Tamilen einfach mal zu den Norwegern gerechnet, obwohl sie warscheinlich alle norwegischer sind als ich. Danach sahen wir einen Film, der mal so gar nicht Mädelsabend war und natürlich musste ich dank des Busses wie immer viel zu früh nach Hause.

Ansonsten stehen jetzt bald die Osterferien an, was bedeutet, in 8 Tagen kommt Krissie aus Oslo und von nächstem Montag bis übernächsten Montag hab ich frei. Es gibt noch ein paar mehr Veranstaltungen mit den Volkstanzleuten und irgendwann viel zu bald sind Mai und Juni auch um und es geht zurück nach Berlin.

Und, ich schulde euch ja eigentlich immer noch den Vergleich zweischen Bundespräsidenten und König. Ich habs versucht. Es ist stinklangweilig und deswegen werd ich es sein lassen. Als ich auf die Idee kam, kannte ich die Rede von Christian Wulff noch nicht. Die gibt einfach nichts her, worüber man schreiben könnte. Falls Interesse besteht, erzähl ich euch demnächst als Ersatz was über das politische System Norwegens im und warum ich in der völlig falschen Kommune wohne. Aber nur, wenn jemand Lust darauf hat.


Es wird Frühling - wir hatten dieses Jahr schon 5 Sonnentage!

søndag 13. mars 2011

Dies und das og ingenting

Ja, im Laufe des letzten Monats habe ich mehrfach mit einem Blogeintrag angefangen, allerdings nie zuende geschrieben. Deswegen gibts hier jetzt eine Zusammenfassung von allem.

Vom 26. Februar bis 06. März waren Winterferien. Am 25. Februar hatte ich - typisch Ravna - meinen Schlüssel zu Hause vergessen. Und natürlich war es der erste Tag, an dem Gastmamma wieder arbeiten war und deswegen niemand zu Hause war, der mir die Tür aufmachen konnte. Dankenswerterweise war dieser Tag auch Deutsch-Blocktag. Ich klagte Kari und Stine mein Leid und da Kari bis 18:00 in Bergen warten musste, beschlossen wir, die Zeit nach der Schule zusammen zu verbringen. Um 13:30 war Schulschluss, bis 15:00 Uhr sassen wir in der Kantine, dann schloss die Schule. Draussen regent es - typisch Bergen - in Strömen und nachden wir einige Zeit unentschlossen an der Ampel herumgestanden hatten, weil es natürlich jedem egal war, was wir tun sollten, gingen wir in die Zentralbibliothek. Dort standen wir wieder einige Zeit herum, weil wir uns zu nichts entschliessen konnten, um uns schliesslich zwei Dokumentarfilme über Deutschland und Berlin zu leihen und diese - dank Schul-PC und Kopfhörer - anzusehen. Um 16:30 schloss auch die Bibliothek und inzwischen hatten wir herausgefunden, dass wir, wo wir doch eh schon in der Stadt waren, gut an diesem Freitag mit Stine ins Kino gehen könnten. Nach einem Kurzbesuch ohne Entscheidung bei Dolly (ein Pizza-McDonalds), kauften wir uns in einem Supermarkt jeder eine Portion Fiskegrateng und Brot sowie eine grosse Tüte Süssigkeiten fürs Kino. Um 18:00 begann der Film "Jeg reiser alene". Dank vergessenem Schlüssel hatte ich einen wunderbaren Freitag. So spontan hätte das in Deutschland nie geklappt.

Das erste Wochenende der Ferien verbrachte ich mehr oder weniger ohne besondere Aktivitäten. Am Montag wollte ich eigentlich nach Bergen fahren, aber da ich bis 12:00 schlief und dann auf Geschirrspüler und Trockner aufpassen sollte, wurde daraus nichts.
Am Dienstag war ich zusammen mit Gastmamma im Aquarium in Bergen - mein letzter Aquarienbesuch ist schon ein Weilchen her und es war wirklich interessant. Ausserdem spielte der Film vom Freitag in Bergen, auch im Aquarium und Umgebung und es war ganz lustig, die Plätze aus dem Film, die ich noch nicht kannte, auch zu sehen.
Am Mittwoch holte ich dann die geplante Tur nach Bergen nach - dank des Aquariumausfluges wusste ich nun auch, wo der grösste H&M in Bergen lag und nutzte das natürlich aus.

Am Donnerstag ging es dann endlich auf die grosse Ferienreise - mit dem Bus fuhr ich von Bergen aus 8 Stunden nach Norden, durch die wunderbarste Fjordlandschaft inkl. Fährüberfahrten, bis nach Ørsta, wo mich Titi, ihre Gastfamilie und ein uralter, weisser Boxer erwarteten. So gruselig war es dann aber gar nicht. Es sollte Schnee geben in Ørsta und die Möglichkeit, Ski zu fahren. Doch das bergenserische Winterwetter verfolgte mich und Donnerstag und Freitag regnete es. Titi und ich verbrachten die Zeit mit Schach, Langerweile und Schokoladenkuchenbacken und es war wunderbar. Am nächsten Tag schneite es dann tatsächlich und ich konnte mich endlich einmal wieder auf Langlaufski stellen. Das war noch wunderbarer. Am Abend besuchten wir eine italienische Austauschschülerin, die mit AFS reist und in der Nachbarkommune wohnt. Wir aßen "svelle", eine Art dicker Eierkuchen (=Pfannkuchen für die, für die das kein Berliner ist) und sahen zwei Filme und hatten es "koselig". Sonntagmittag ging es dann für mich wieder zurück nach Hause. Ich kann allen nur empfehlen, andere ATS im Gastland zu besuchen, wenn ihr die Möglichkeit dazu habt. Man sieht nicht nur mit kostenloser Unterkunft mehr vom Land, man lernt auch das Leben in unterschiedlichen Familien und Regionen kennen (gerade im Falle von Norwegen auch unterschiedliche Dialekte), ohne deswegen die eigene Familie wechseln zu müssen.

Nach den Winterferien gab es für mich erstmal einen Powerschulstart mit Ganztagsarbeit in Norwegisch am Montag und in Mathe am Freitag und dieses Wochenende habe ich mehr oder weniger komplett vor dem Computer oder meinem neuesten Buch verbracht. In Deutschland ganz normal, in Norwegen frage ich mich, ob das Zeitverschwendung war. Aber wieso sollte ich nicht auch in Norwegen  Langeweilewochenenden haben? 


Fährfart
Fähre
Schnee in Ørsta






Jeg sa at jeg skulle skrive litt mer på norsk nå - men jeg vet ikke hva jeg skal skrive. Bildene er fra min reise til Ørsta - jeg var på besøk hos Titi, som også er utvekslingselev. Det var kjempekjekt å se henne igjen og det var interessant å bli kjent med en norsk familie som ikke var vertsfamilien min - akkurat som i Oslo.

På fredag var det faktisk sju måneder siden jeg kom, og nå beginner tiden å løpe. Neste helg er det dansesamlingen, etterpå er det April og 17. Mai og snart er jeg hjemme igjen. Eller egentlig er jeg hjemme akkurat nå også. Norge er hjemme for meg, på en helt annet måte enn Tyskland, men likevel hjemme.
Det var det jeg håpet før jeg kom og jeg er veldig glad at det er sånn.

onsdag 8. desember 2010

Es weihnachtet ...

... ziemlich früh dieses Jahr. Der Verkauf von Pfefferkuchen und Weihnachtslimonade hat zwar erst einen Monat nach dem Verkauf von Leb- und Baumkuchen angefangen, dafür wird das Weihnachtsfest hier am 14.12. stattfinden.
Nein, dass ist keine norwegische Tradition, das liegt an der Familiensituation. Meine Gastschwestern haben beschlossen, dass Weihnachten der beste Zeitpunkt ist, um nach Peru zum Sprachkurs zu verschwinden, und weil ausserdem der andere Gastbruder aus Estland da ist, wird eben Weihnachten gefeiert, wenn alle zu Hause sind. Überhaupt bereite ich mich gerade auf einen Feiermarathon vor. Am Freitag Weihnachtsfeier mit der Klasse, am Samstag Geburtstagsfeier meiner Gastmamma, am Montag die Volkstanzleute und am Dienstag Weihnachten.
Und an Weihnachten krieg ich sogar frei. Ich hab meine Kontaktlehrerin gefragt, ob ich etwas früher gehen darf, weil wir eben Weihnachten feiern und sie meinte, wenn man gehen will, geht man halt und wieso denn nicht gleich den ganzen Tag? Und jetzt hab ich am Dienstag halt frei. (-:

Eigentlich sollte das hier jetzt der Bericht über meine Hyttetur werden, aber ich hab gar keine Zeit dafür, sorry. Der kommt dann hoffentlich nächste Woche, nach der ganzen Feierei.

Hoffe, ihr hattet einen fleissigen Nikolaus. Den kennt man hier næmlich nicht und ich hab ihn vermisst. Ein bisschen jedenfalls.

søndag 14. november 2010

Eiszeit

Die Zeit betrügt mich. Es sind nie im Leben schon 3 Monate vergangen, seit ich hergekommen bin. Das ist nicht wahr. Ich glaub das nicht. Es waren 3 wunderbare Monate, aber wieso müssen die schon um seind? Das sind ja "nur" noch ... 7,5 ... Monate ... ich will gar nicht daran denken. Irgendwie klingt das zwar gemein, ich will schließlich auch Mama und Papa in Deutschland wiedersehen. Aber ich kann mir gleichzeitig nicht vorstellen, dass ich nächstes Jahr wieder Koffer packen muss. Ich freu mich soooooooo auf zu Hause und gleichzeitig will ich soooooo gerne hierbleiben. Und ja, ich finde es auch paranoid, jetzt schon darüber nachzudenken, aber mir ist gerade so bewusst geworden, dass doch schon eine ganze Menge Zeit vergangen ist. Und das ich Deutschland die ganze Zeit ausblende, ich denke eigentlich kaum an Zuhause Nr. 1. Jedenfalls nicht nach dem Motto "Ach, zu Hause hätt ich jetzt das und das gemacht" oder "Einmal wieder in meinem Bett liegen" oder irgendsowas. Und ich frage mich, ob das nun gut oder schlecht oder unfair ist.

Aber, um darüber nachzudenken hab ich noch genug Zeit, es gibt doch noch ein paar schöne Sachen zu erzählen.
Letzte Woche waren wir mit YFU Curling ausprobieren. Olympia liegt zwar noch in weiter Ferne, aber es hat wirklich Spaß gemacht. Und im Fernsehen sieht es viel, viel einfacher aus. Ich glaube, wir haben uns alle mehrmals hingelegt. Es ist gar nicht so einfach, auf welchem Fuß man stehen kann und welcher der rutschige ist. Und schrubben, auf den Beinen bleiben und so schnell wie der Stein sein, ist beinahe unmöglich.
Auf diese 1. Begegnung mit einer Eisbahn dieses Jahr (nein, stimmt nicht, diesen Winter) folgte auch gleich die zweite. Wir waren am Mittwoch in der Sportstunde nämlich Schlittschuh laufen. Wieder mal so etwas völlig Neues für Sportunterricht und so langsam frage ich mich, ob das nun an Norwegen oder an meinem Sportlehrer liegt.
Ich hatte gleich beim Schlittschuh ausleihen ein sehr deprimierendes Erlebnis. Das einzige Wort, das ich gesagt hatte, war "trettisju" (=37) und was kommt zurück? "Where are you from?" Großartig. Es war ein einziges Wort. Okay, der Schlittschuhausleiher hatte auch einen Akzent, der nicht norwegisch war, also hat er vielleicht gehofft, ich käme aus dem gleichen Land wie er, aber trotzdem. Mein Akzent ist also so schrecklich, das ich nicht ein einziges Wort sagen kann, ohne das man ihn hört. Vielleicht sollte ich darauf übergehen, nur noch "takk" zu sagen.

Und gestern war dann Herbstfest bei den Tanzleuten und ich bin hingegangen, zusammen mit meinen Gasteltern. Ich habe festgestellt, dass ich bei den Erwachsenen, die mich ja nur sehen, wenn ich nach dem Jugendring noch bleibe, um auf den Bus zu warten, "hun som venter på bussen", also "die, die auf den Bus wartet", bin. Ausserdem waren einige ganz überrascht, weil sie meine Gasteltern kennen, aber nicht wussten, dass ich bei ihnen wohnen. Aber es war auf alle Fälle ein schöner Abend.

Das war es dann auch schon wieder, der nächste Eintrag folgt dann irgendwann mal, vielleicht nach der Hüttentur mit den Tanzleuten.

mandag 1. november 2010

Schino-Besuch

Lang, lang ist es her, aber ich bin ja sowieso nicht bekannt für regelmässige Blogeinträge.

Seit dem letzten Eintrag ist ziemlich viel passiert und ich weiß wie immer nicht so genau, was davon erzählenswert ist. Meine Gastmama war eine Woche auf Gran Canaria und entgegen ihrer Erwartungen haben wir ihre Abwesenheit alle überlebt. (-;
Ich hab in meiner ersten Mathearbeit eine 3, was einer deutschen 4 entspricht, soviel also zu "es ist so einfach". Am Freitag haben wir eine sehr ähnliche Physikarbeit geschrieben, die wichtigen Formeln wurden vorher extra nochmal an alle verteilt und heute gabs eine Ganztagsarbeit in der norwegischen Hauptsprache. Da mir eine Schriftsprache ja leider zuzutrauen ist, hab ich also auch mitschreiben müssen, allerdings eine andere Aufgabe. Wäre es Deutsch gewesen, wärs ein Traum gewesen. Fragen zum Text beantworten und ein bisschen interpretieren. Aber handelte sich ja leider um Norwegisch, also war es nicht so der Hammer. Aber immerhin hab ich den November zum möglichst Englischfreien Monat erklärt, also gibts jetzt mündlich nur noch Norwegisch für Norweger und Deutsch für Deutsche. Fragt sich nur, was ich mache, wenn ich einen Amerikaner treffe.

Nun aber mal etwas zur Überschrift dieses Eintrags. "Schino" ist nein, kein Norwegisch. Kino heisst auf Norwegisch auch "Kino" wird aber "Chino" ausgesprochen. Allerdings meint meine Gastmutter, dass viele Jüngere sich keine Mühe mehr geben und stattdessen "Schino" sagen. Gestern Abend waren wir im Kino/Chino/Schino und das war schonmal an sich ein Erlebnis. Ich hab noch nie so einen grossen Kinosaal gesehen und selbst der grösste Kinosaal den ich je gesehen habe, wäre in Deutschland bei dieser Art Film nicht so voll gewesen. Es handelte sich um "Trolljegeren". Der Film ist vielleicht sowas wie eine Dokukomödie, falls es überhaupt ein Wort dafür gibt. Es geht um drei Studenten, die eine Dokumentation über den "Trolljäger" drehen. Der Trolljäger arbeitet für den norwegischen Staat und tötet Trolle, die ihr Revier verlassen, um zu verhindern, dass die Bevölkerung mitbekommt, dass es Trolle gibt. Allerdings ist das ganze so gemacht, als ob es tatsächlich eine heimlich gedrehte Dokumentation wäre, die nun ins Kino kommt, um alles aufzudecken. Es war wirklich lustig, aber hier auf eine Tur in den Bergen zu gehen, wird wohl nie wieder so ganz das gleiche sein. Einige Trolle hatten nämlich ein paar wie immer unvorsichtige deutsche Touristen vernichtet und überhaupt sind die in echt viel unangenehmer als im Souvenirshop. (-;

lørdag 25. september 2010

Die Mathearbeit

Okay, es ist schon morgen, aber im Prinzip zählt das schon noch als "heute Abend", ja? Ich hab so einen tollen Film geguckt (naja, er war nicht soo toll, aber ich wollte halt wissen wies ausgeht).

Hier nun also "It`s just different - Part II":

Am Freitag hatten wir in der Schule das erste Mal in diesem Jahr einen "Blocktag", soll heißen, den ganzen Tag das gleiche Fach. Für diesen Tag war es Mathe. Die Schule beginnt um 8:15 Uhr, und für 10:30 - 12:30 war ein zweistündiger Test angekündigt. Ich war ziemlich aufgeregt, wenn man das so nennen kann, weil ich zwar nur im mittelschweren Mathekurs bin, mir aber das Thema (Warscheinlichkeit) überhaupt nicht liegt. Und dann auch noch auf Norwegisch, manchmal muss ich ja doch noch was nachschlagen, um überhaupt die Aufgabe zu kapieren. Nun, ab 10:00 sah ich jedenfalls andauernd auf die Uhr, aber auch um 10:26 machte Mathelehrer Knut keine Anstalten, mit irgendeinem Test zu beginnen.
Um 10:45 kam dann die Ansage - um 11:00 fangen wir an, esst also am besten nochmal was. Der Test hat 6 Aufgaben, 2 ohne Hilfsmittel, 4 mit allem. Ravna fing also brav an, die letzten Reste ihres Matpakkes zu vernichten. 11:00 kam, 11:00 ging, alle quatschten, alle aßen. Gegen 11:20 gings dann endlich los: Bücher, Laptops, Taschenrechner bitte vom Tisch, die dürft ihr dann für die letzten vier Aufgaben nutzen. Handys und Ipods, sowie Internet darf nicht benutzt werden. Sofort Einwand von einigen Schülern: Och Knut, ohne Musik kann ich nicht arbeiten. Also gut, Ipods waren also doch erlaubt (übrigens finde ich es bedenklich, das von Ipods die Rede war, nicht von MP3-Playern. Mit meinem steinzeitlichen 1GB-Gerät darf ich also auch Lösungen während der Prüfung anhören?). Dann mein Einwand: Mit dem Wörterbuch geht es so langsam, da schaffe ich es vllt. nicht in zwei Stunden ... . Nagut, ich darf also auch das Onlinewörterbuch nehmen, aber keine anderen Seiten benutzten. Kann man auch so gut sehen, wenn man vorn steht und nur die Laptoprückseite sieht. Ich war ehrlich, die Norweger sind es ja gerüchteweise auch, aber kann sich das jemand in Deutschland vorstellen? Internetzugang in der Mathearbeit?
Die größte Überraschung kam aber noch. Alle Hilfsmittel für Nr.3-6 heißt tatsächlich alle Hilfsmittel - Mitschriften, Mathebuch, PC (ohne Internet), Graphiktaschenrechner, alles darf genutzt werden. Die Aufgaben sind nicht viel anders als im Buch, sodass es einem wohl weiterhilft, wenn man denn das Buch lesen kann ... .
Nun, es handelte sich um Warscheinlichkeit, also hab ichs warscheinlich trotzdem verhauen, aber so eine lockere Testsituation war schon irgendwie ein Erlebniss.

fredag 24. september 2010

It's just different

Und das merke ich in der Schule doch immer mal wieder. An sich unterscheidet sich die Unterrichtsweise nicht so extrem von Deutschland, aber es gibt schon Dinge, die einfach anders laufen. Heute einmal Beispiele:

Der Sportunterricht

In Deutschland læuft er ungefæhr so ab: Einige Wochen lang ein bestimmtes Thema (Leichtathletik, Turnen, Basketball, Volleyball, etc.), wobei es teilweise auf das Wetter ankommt. Und dann wird geuebt und geuebt und geuebt bis es irgendwann eine Leistungskontrolle gibt.
Hier gibt es kein Thema, hier gibt es nur manchmal das Wetter. Bisher hatte ich fuenf Doppelstunden Sport und das wurde gemacht:

1. "Teamfæhigkeitsuebungen". (Wetter - Regen) Laufe kreuz und quer durch die Halle, bis Peter ( = Lehrer) eine Zahl ruft und stelle dich dann mit so vielen Leuten zusammen. Wer keine Gruppe abkriegt, muss eigentlich drei Liegestuetze machen, es recht aber, wenn man einmal kurz zusammenbricht. Dann das gleiche in gruen, diesmal wird ein Buchstabe gerufen und mindestens drei Leute muessen ihn zusammen auf dem Boden liegend bilden. Danach noch auf unterschiedliche Weise mehrmals quer durch die Halle huepfen.

2. "Joggen" (Wetter = gut) Eine Runde Joggen, raus aus der Schule, quer durch die Fussgængerzone und den Hauptbahnhof bis zu einem mittelgrossen Gewæsser. Dann Ansage: Ich bleibe hier stehen und nehme ein bisschen die Zeit, ihr lauft einmal rundherum. Es wird also losgelaufen, manche schnell, manche langsam, ich irgendwo in der Mitte. Dann ist pløtzlich niemand mehr da, ausser jemand, der den Weg auch nicht weiss. Wir verlaufen uns also prompt und legen den Rest des Weges als Spaziergang mit Quatschen zurueck, schliesslich kann man beim Rennen ja kaum auf den Weg achten. Als wir endlich zurueck sind, ist der Sportlehrer mit allen anderen bereits wieder in der Schule, obwohl die Stunde noch nicht um war. Niemand suchte uns, niemand fragt, wo wir gewesen sind, kein Ærger, weil es keine Zeiten von uns gibt.

3. "Kanonenball" (Wetter = Regen) Das gibt es in Deutschland auch. Zwei Bælle, abwerfen, wer getroffen ist muss raus, bis der Abwerfer selbst raus muss.

4. "Frisbee" (Wetter = Sonnenschein) Einmal wieder aus der Schule raus, in die andere Richtung, vom Hafen bis in einen Park. Eine Wiese ist schon durch eine andere Schule besetzt, auf der anderen wird erst das korrekte Frisbeewerfen vorgemacht, dann wird "Frisbeegolf" gespielt. Triff ein Huetchen mit einer Frisbeescheibe und mache dann mit dem næchsten weiter. Zæhle deine Versuche. Ich bin mittelschwer begeistert.

5. "Spielen und Rollen" (Wetter = Nieselregen, kalt) Einige bekannte Fangespiele, danach Uebungen wie Rolle vorwærts, rueckwærts und mit ein bisschen Springen. Ich bin ehrlich erstaunt, dass viele Mitschueler keine Vorwærtsrolle kønnen und ich die einzige bin, die zumindest einen halbwegs vernuenftigen Kopfstand kann. Offensichtlich gibt es Turnen, so wie in Deutschland, hier nicht. Ich bin gluecklich. Dann noch ein paar Uebungen: Einer stellt sich møglichst ohne Umfallen mit leicht gebeugten Knieen und geradem Ruecken hin, der andere versucht, sich einmal von vorn ueber den Ruecken wieder nach vorn herumzuangeln.

Die Fortsetzung ueber die norwegische Variante der Matheklassenarbeit lesen Sie heute Abend unter dieser Blogadresse. (-;

mandag 30. august 2010

Skole

Jaha, die erste Schulwoche ist vorbei und die zweite hat angefangen. Ich muss sagen, ich bin bei weitem nicht so begeistert von Schule wie vom Rest, weil es einfach ermüdent ist, wenn man im Unterricht nicht mal Bahnhof versteht. Aber das wird ja auch, also was solls. Und es ist nicht so schlimm, wie ich es mir manchmal vorgestellt hab.

Ich habe, da ich ja erst keinen Schulplatz hatte, letzten Montag angefangen. Wir hatten um 9:00 einen Termin bei jemandem, da habe ich dann ein paar Fächer gewählt, ein paar muss ich auch machen. Jetzt hab ich also Norwegisch, Geschichte, Mathe, Bio, Physik, Sport und Deutsch. Man kriegt hier einen Schullaptop inkl. Rucksack, aber irgendwie hab ich das noch nicht hinbekommen, was in Physik ein bisschen kompliziert ist. Außerdem vergess ich immer meinen Taschenrechner. Aber es erwartet ja sowieso niemand irgendwas von mir. Das ist irgendwie doch ganz praktisch.

Die anderen Schüler sind alle ganz nett zu mir, bisher scheint es auch niemanden zu nerven, das ich dauernd einen Dolmetscher brauche. Okay, in Norwegisch wollte keiner mit mir zusammenarbeiten, aber das kann ich verstehen, bei Norwegischer Literatur des 17. Jahrhunderts bin ich definitiv ein Klotz am Bein. Aber sie schleppen mich überall mit hin, wenn ich mal wieder keinen Plan hab und alles.

Und, ich liebe meinen Schulweg! 45 min. Bus sind jetzt nicht das Gelbe vom Ei, aber 10 min. durchs Zentrum von Bergen laufen, das ist einfach toll. Man merkt immer so schön, das man wirklich in Norwegen ist.

Ich hab nicht so viel Zeit, also wars das jetzt erstmal, aber vllt. ordne ich dieses Wirrwarr in nächster Zeit nochmal.

søndag 13. juni 2010

Wahnsinne

Es ist ein Wahnsinn. Es ist ein Wahnsinn. Und nein, ich rede nicht von Fußball oder WM. Es sind nur noch 60 Tage bis zum Abflug. 60. Nicht mal zwei Monate. Und die Zeit rennt und rennt, solange man sie mit Freunden verbringt und sie schleicht und schleicht, bis Mittwoch endlich Notenschluss ist.
Und obwohl es so schnell ging und gleichzeitig so langsam, war der letzte Monat auch ein Wahnsinn. Wahnsinnig stressig, wahnsinnig vollgestopft und wahnsinnig toll. Vorbereitungstagung in Lauenburg, Deutschprüfung, Matheprüfung, Englischprüfung, Landesvorbereitungswochenende, Erlebnissreise mit der Deutschen Bahn - und jetzt ist schon wieder fast Mitte Juni.
Die VBT in Lauenburg war einfach nur wahnsinng toll. Es hat so viel Spaß gemacht und wann findet man schon in einer Woche 40 neue Freunde? Die Prüfungen fallen wohl eher unter wahnsinng blöd, es war vielleicht nicht schwer, aber wieso müssen sie uns unbedingt so einen Stress machen, ein Jahr aufholen und alles, wenn es in anderen Bundesländern auch ohne geht?
Und das LVW - da komm ich gerade her - war VBT in Mini. Nicht so lange, nicht so anstrengend, nicht so viele Leute, aber wahnsinnig war es trotzdem. Wahnsinnig toll. Außer die Anreise. Tja, die Bahn macht mobil, dass hat sie eindeutig bewiesen. Schließlich wäre ich sonst wohl nie mit dem Bus von Neustrelitz nach Mirow gefahren. Die ganze Geschichte ist langweilig, aber auf alle Fälle ist der Haupt- - und ja, wirlich HAUPTbahnhof von Neustrelitz wahnsinnig kundenunfreundlich. Keine Ansagen, keine Anzeigen, keine Toilette, keiner hat Ahnung, aber ein Zug, der einfach nicht kommt. Keine Ahnung, ob der wahnsinnig viel Verspätung hatte oder ausgefallen ist. Busfahrkarte durfte ich also auch noch bezahlen und zurückkriegen tu ich sicher auch nichts. Möp.

mandag 3. mai 2010

Wo ist eigentlich ...?

Ich muss zugeben, das ist eine Frage, die ich sehr oft stelle, denn ich bin ein sehr vergesslicher und verbummelnder Mensch. Im Moment vermisse ich einen Füller, zwei Lesezeichen, zwei Ohrsteckerschrauben und eine CD, außerdem muss ich seit zwei Wochen meine (bereits unterschriebene) Deutscharbeit und meine (noch nicht unterschriebene) Lateinarbeit abgeben. Ich bitte an dieser Stelle alle geschädigten Personen um Entschuldigung. Das wichtigste, was mir in letzter Zeit abhanden gekommen ist, hat dies aber ganz selbstständig und ohne zutun meinerseits getan:

Wo ist eigentlich die ganze Zeit, diese 200 Tage von denen ich schrieb?

Es sind noch exact 100 Tage bis zum Abflugtermin. 30 davon entfallen auf den Monat Mai, der so vollgestopft ist, mit VBT, Deutsch- und Matheprüfungen, Vereinskram und einem Mathelernwochenende, das er eigentlich schon vorbei ist. Weitere 20 Tage entfallen auf den diesjährigen Sommerurlaub, während denen ich auch außer Landes bin. Es bleiben 50 mickrige Tage, um ganz normale Schultage und Wochenende, möglichst viel davon mit Freunden, zu verbringen. Das ist erschreckend. Ich will noch soviel tun, gleichzeitig am liebsten morgen abreisen. Am liebsten würde ich die Zeit anhalten, alles tun was ich vorhabe, um dann wieder auf "an" zu drücken und morgen in den Flieger zu steigen. 100 Tage sind zu lange, um sie abzuwarten und zu kurz, um sie vollzustopfen.